Finnlands Urwälder gehören zu den letzten Europas. Ihr Erhalt ist wichtig für die nordeuropäischen Sami und für unzählige Tier- und Pflanzenarten. Mit ihren Hunderten von Jahren alten Bäumen bilden die Urwälder ein perfektes Ökosystem und sind in Europa einzigartig.
Doch trotz der immensen Bedeutung dieser Urwälder werden sie von Finnlands Forstindustrie weiterhin zerstört. Proteste von Greenpeace und anderen Umweltgruppen führten bereits zu einem Einschlagsstopp. Dieser wurde im August wieder aufgehoben - im September und Oktober wurde wieder Urwald zerstört. Es ist zu befürchten, dass auch weiterhin für das Papier deutscher Wochenmagazine, Kataloge, Werbebroschüren, Kopierpapier oder Umschläge Finnlands nordische Urwälder vernichtet werden.
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Weltweit nimmt die Urwaldzerstörung entsetzliche Ausmaße an: Alle zwei Sekunden wird eine Fläche Urwald von der Größe eines Fußballfeldes zerstört. Und dies, obwohl es seit gut zehn Jahren Alternativen für den Raubbau am Urwald gibt: Der Forest Stewardship Council (FSC) zertifiziert Wälder, die ökologisch, sozial und wirtschaftlich nachhaltig bewirtschaftet werden. Holzprodukte aus diesen Wäldern erkennt man am FSC-Siegel. Mindestens ebenso gute Standards bietet das Naturland-Siegel, dem von den Umweltverbänden entwickelte Kriterien zugrunde liegen.


Als Orientierungshilfe im Gewirr der Holzarten hat Greenpeace einen Holzführer herausgegeben. Die verschiedenen Holzarten sind in ihm je nach Zustand ihres Bestandes in "akzeptabel", "kritisch" und "katastrophal" eingeteilt. Im Baumarkt, im Möbelladen und im Papiergeschäft kann nun mit Hilfe dieses Leitfadens – und durch gezieltes Nachfragen – jeder selbst erkennen und entscheiden, ob er Produkte aus ökologischer Waldnutzung oder zerstörerischem Raubbau kauft.
Unter dem Motto "Die fantastischen Sieben" startete Greenpeace 2002 eine weltweite Kampagne für den Erhalt der letzten 7 zusammenhängenden Urwaldgebiete der Erde: Amazonas, Afrika, Südostasien, Chile, Kanada & Alaska, Russland, Sibirien.
Die Westdeutsche Landesbank (WestLB) in Düsseldorf beteiligt sich mit einem 1,1 Milliarden-Euro-Kredit am Bau einer Öl-Pipeline quer durch den Regenwald Ecuadors. Die Trasse der 500 Kilometer langen Pipeline soll vom Amazonasbecken durch unberührte Regenwälder und durch 11 geschützte Gebiete bis zur Pazifikküste im Westen führen. Im Bergnebelwald des Mindo-Nambillo-Schutzgebietes in Zentral-Ecuador, einem der fünf artenreichsten Waldgebiete der Welt, leben unzählige seltene Pflanzen- und Tierarten, sowie 450 verschiedenen Vogelarten. Die Pipeline soll täglich 450.000 Barrel Rohöl transportieren. Für dieses Geschäft mussten schon 4 Menschen sterben.
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