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Dieselruss macht Krebs

Grundsätzlich sind alle Abgase, ob aus Diesel- oder Benzinmotoren, gesundheitsschädlich. Besonderes Problem beim Dieselruß: Die ultrafeinen Rußpartikel dringen tief in die Lungen ein, setzen sich dort fest und erzeugen Krebs - so die Aussage renommierter Ärzte. Außerdem können die Kleinstpartikel über die Lunge ins Blut gelangen und Herzversagen und Schlaganfälle auslösen. Zudem schwächt Dieselruß das Immunsystem und verstärkt Allergien.

Damit Dieselpartikel nicht über den Auspuff in die Luft gelangen, müssen sie in einem Filter gesammelt und verbrannt werden. Diese Technik ist schon seit über zehn Jahren in Gabelstablern und anderen Nutzfahrzeugen erfolgreich im Einsatz. Seit rund zwei Jahren setzen französische Autobauer auch für ihre PKW den Dieselrußfilter ein. Mit Filtertechnik reduziert sich die Zahl der Rußpartikel, die in die Atemluft gelangen, um das 5000-fache. Nur wenn alle Neufahrzeuge mit Filter ausgestattet und Altfahrzeuge nachgerüstet werden, können Erkrankungen durch Dieselruß künftig vermieden werden.

Greenpeace zeigt den deutschen Autobauern, dass technisch sehr wohl möglich ist, was diese seit Jahren bestreiten: Mit einem französischen Dieselrußfilter und einer technischen Vorrichtung aus einem Gabelstabler, die die Rußverbrennung fördert, wird der Dieselruß gestoppt. Der von Greenpeace nachgerüstete Mercedes Benz C 220 CDI T wurde in strengen Testreihen vom Rheinisch Westfälischen TUV geprüft. Die nachträglich in den alten Mercedes eingebaute Anlage ließ nur noch ein Zehntausendstel der Partikelmenge aus dem Auspuff in die Umwelt gelangen. Auf einem weißen Filterpapier waren nur wenige Spuren zu sehen (im Bild links), das konventionelle Vergleichsfahrzeug hinterließ dagegen einen schwarzen Fleck (im Bild rechts).