Viele nahmen das Angebot spontan wahr und ließen sich beraten. So wurden am Stand von „Wendland Reisen – Aktivurlaub der Xtra-Klasse!“ ca. 200 Reiseprospekte. Ab 24 EUR fährt man mit dem Bus bequem Hin- und zurück.
„Wir rechnen mit einem großen Zulauf zu den Protestaktionen rund um den Castor“, sagt Alexander von Sehlen, Atomexperte von Greenpeace Düsseldorf. „Die Menschen sind massiv empört über die Pläne der schwarz-gelben Regierung, die Laufzeiten der alten Atommeiler zu verlängern. Davon profitieren nur die Konzerne. Und während die sich die Taschen mit dem neuen Geldgeschenk vollstopfen, tragen die Bürger das Risiko. Für uns und unsere Kinder müssen wir gegen diese unverantwortliche Atompolitik auf die Straße gehen. Dabei wollen wir die Menschen unterstützen.“
Am 5. November soll der Transport von elf Castorbehältern aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage in La Hague nach Gorleben im Wendland starten. Die Demonstrationen richten sich dagegen, dass in Gorleben ein Endlager errichtet werden soll, das nicht geeignet ist, den hochradioaktiven Müll über Jahrtausende sicher von der Umwelt abzuschirmen. Außerdem richten sich die Proteste gegen die generelle Atompolitik der Bundesregierung. Greenpeace hatte berechnet, dass die Atomkraftwerke allein durch die Laufzeitverlängerung fast 5000 Tonnen hochradioaktiver Atommüll zusätzlich produzieren werden. Das entspricht mehr als 500 Castorbehältern. Durch Übertragung von Strommengen und Stillstandszeiten können durch den Atomdeal auch im Jahr 2050 noch Atomkraftwerke am Netz sein.
Aber auch allein der Transport der strahlenden Castorbehälter birgt erhebliche Risiken für die Düsseldorfer Bevölkerung im Falle eines Unfalles. Dass ein Transport der strahlenden Castorbehälter durch Düsseldorf nicht ausgeschlossen, ist am beigefügten historischen Bilddokument von Greenpeace Düsseldorf vom 28.01.1998 zu sehen, wo Castorbehälter mitten in der Nacht durch den S-Bahnhof Eller-Süd rollten. Einbau Castor Bild?
67 Prozent der Deutschen wollen keine Laufzeitverlängerung
Die Pläne der Regierung, die Laufzeiten der deutschen Atomkraftwerke um acht beziehungsweise 14 Jahre zu verlängern, führte bereits zu großen Protestaktionen. An der Anti-Atomdemo am 18. September in Berlin nahmen 100.000 Menschen teil, an der 120 Kilometer langen Menschenkette von Brunsbüttel nach Krümmel am 24. April sogar mehr als 120.000 Menschen. Laut einer Umfrage von tns emnid im Auftrag von Greenpeace im April diesen Jahres sind 67 Prozent der Deutschen gegen eine Laufzeitverlängerung.
Kontakt
Greenpeace Düsseldorf
Himmelgeister Str. 107
40225 Düsseldorf
im Salzmannbau, 2. Etage / Raum 208
Bürozeiten
Dienstag 18-20 Uhr
Telefon 0211-90 53 357
