Was hatten wir im Zakk zu suchen, wenn es nicht die satte Beschallung, ein kühlender Drink oder das S.A.C.K.-Livekonzert war? Einige Wochen zuvor war uns gelungen, vom Zakk die Erlaubnis zu bekommen, bei seinem renommierten "Zakk on the rocks" einen Infostand zum Thema Atomenergie aufzubauen.
Während die meisten noch gespannt auf die Entscheidung über den Halbfinalgegner für die deutsche Mannschaft warteten oder bereits ausgelassen feierten, trafen wir noch die letzten Vorbereitungen. Ab halb elf, als Spanien als Halbfinalgegner der Deutschen feststand, begann das Zakk sich langsam mit Gästen zu füllen. Nicht wenige fanden ihren Weg zu unserem Stand und mit einem Haufen Energiemodellrechnungen und Notfallplänen für den GAU in den Händen und einem biologisch abbaubaren Knicklicht um den Hals auch wieder zurück auf die Tanzfläche. Den Abend und die Nacht über führten wir also interessante Gespräche über die fehlende Zukunft von Atomenergie und über Greenpeace im Allgemeinen. Zugegeben, bei Konzertlautstärke war das nicht immer einfach, aber es hat sich immer gelohnt. Atomenergie ist und bleibt eine unhaltbare Technologie: Das Risiko beim Betrieb eines Kernkraftwerks kann niemals auf 0 reduziert werden und die Folgen einer Katastrophe wie der von Tschernobyl wären absolut verheerend. Es gibt bis zum heutigen Tag keine sichere Endlagerstätte für Atommüll, dennoch wird er weiter munter in die Welt gesetzt. Diese Situation ist nicht akzeptabel und wir hoffen, dies noch einmal vielen Zakk-Besuchern in Erinnerung gerufen zu haben.
Als wir also spät in der Nacht zusammenpackten, konnten wir eine positive Bilanz ziehen. Der Abend war gelungen, sowohl musikalisch als auch für die Umwelt.
Wir bedanken uns noch einmal herzlich beim Zakk für die Unterstützung und bei seinen Gästen für die vielen offenen Ohren und sprechenden Münder.
Lennart & Alex, JAG Düsseldorf
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